Hoffnung auf schnelles Internet

Artikel Ostseezeitung vom 05.06.2015…

Lüdersdorf. Längst nicht immer stabile Funknetze sollen in naher Zukunft in den nordwestmecklenburgischen Orten Herrnburg, Wahrsow und Lüdersdorf durch hochleistungsfähige Glasfaserverbindungen ersetzt werden.Das ist das Ergebnis einer Einwohnerversammlung, zu der am Donnerstag die Gemeinde Lüdersdorf und die Wemacom als Netzbetreiber in die Regionale Schule nach Wahrsow eingeladen hatten.

Gelegt werde soll ein Glasfaserkabel zuerst durch Herrnburg entlang der Hauptstraße. Entsprechende Baugenehmigungen für den nördlichen und südlichen Teil des Ortes liegen nach Darstellung von Wemacom-Mitarbeiter Rainer Killer bereits vor. Für die Querung der Bahntrasse, die sich dazwischen befindet, fehlt eine solche Genehmigung noch. Unabhängig davon geht die Ausschreibung für Herrnburg Nord und Süd raus, sodass in den kommenden Wochen mit den Bauarbeiten begonnen werden kann.

Die Querung der Bahntrasse wird erst einmal außen vor gelassen. Wenn auch hier die Genehmigung erteilt wurde, dann wird das Glasfaserkabel verlegt und angeschlossen.

Nicht nur diejenigen, die direkt an der Hauptstraße wohnen, profitieren von dieser Trasse. Das soll bei entsprechendem Bedarf auch in den Nebenstraßen möglich sein. Für den 53-jährigen Dietmar Wolf, der im Haselweg in Herrnburg wohnt, wäre das ein Segen. Des Öfteren bricht seine über das Funknetz gehaltene Internetverbindung ab. Und auch viele der anderen in dieser Straße und dem Palinger Weg lebenden Anwohner wünschen sich nichts sehnlicher, als das Internet endlich ohne Komplikationen nutzen zu können. Dietmar Wolf übergab noch während der Einwohnerversammlung einen Stapel mit Unterschriften dieser Bürger, die einen Glasfaseranschluss wünschen.

Ein Glasfaserkabel in diesen und anderen Nebenstraßen zu verlegen, das ist zwar möglich. Zeitlich dürfte es allerdings kaum realisierbar sein, dass auch diese Arbeiten bis zum Jahresende abgeschlossen werden können. So ist es für die Hauptstraße vorgesehen.

Im kommenden Jahr, so die Darstellung der beiden Wemacom-Mitarbeiter Rainer Killer und Mario Jeske, sollen dann in Herrnburg die Anschlüsse an die Häuser verlegt werden. Zu den genauen Kosten machten sie zwar erste Ausführungen, das letzte Wort ist hier aber noch nicht gesprochen. Denn die Kosten für einen Hausanschluss liegen nach ihrer Aussage zwischen 1000 und 1500 Euro. Da die Kunden aber kaum bereit sind, diese Summe aufzubringen, ist die Wemacom zu Kompromissen bereit. In Ventschow zahlten die Hauseigentümer zum Beispiel für einen Anschluss bis zu einer Länge von 20 Metern 299 Euro. Gleiches wäre auch in Herrnburg denkbar.

Der Traum von einer schnellen Internetverbindung könnte sich in der Gemeinde Lüdersdorf auch schon bald für die Einwohner in den Ortsteilen Wahrsow und Lüdersdorf erfüllen. Dort sollen noch in diesem Jahr die Planungen für eine Glasfasertrasse abgeschlossen werden. Ein Baubeginn ist für 2016 vorgesehen.

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Datum: Montag, 8. Juni 2015 6:57
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